Donnerstag, 29. Oktober 2009

Das Faule Ei

Huntly Motor Campground, 29.10.09, 12:05

Juuuriiii! Huhu!

Ja wir berichten heute wieder live aus dem Campground in der niedlichen kleinen Stadt Huntly, die sich am Waikato River und einer Eisenbahnstrecke entlang zieht. Ich habe mich soeben per Kreditkarte in das Zenbu-Netz eingeloggt, um euch in den Genuss einiger Bilder, die nebenbei hochgeladen werden zu bringen und mir die Seele rauszuschreiben.

Nachdem ich erfolgreich aus Napier angekommen war (eine Strecke durch teilweise Gebirge, wo man hinter einem Vehikel mit einer Yacht hinten drauf hinterhertuckelt und verzweifelt auf die nächste Überholspur wartet, die natürlich immer bergauf ist, dann in den Dritten runterschaltet und mit jaulendem Motor qualvoll anderthalb Ka em ha schneller vorbei...rauscht, bemerkt, dass der Typ nebenan einen anglotzt und dabei genau in diesem Moment das Gewicht auf dem Gaspedal leicht ändert, somit wieder gleichzieht, das Schild "Passing line 200m - ZUENDE!" sieht, nochmal alles gibt, dann doch aufgibt und mit 70 weiter fährt, da die Maorifresse erfolgreich seine Yacht verteidigt hat und wieder gemääächlich den Berg runterkullert. Sowas passiert hier am laufendem Band!),
habe ich auch guter Laune am nächsten Tag Paul mit aufgeschlitzter Hose im Afterbereich gesehen und wir haben uns an die Arbeit gemacht. Knappe vier Tage lang, dann war alles getan und ich bin wieder arbeitslos. Paul konnte das nicht wissen, ich auch nicht. Kommentar von Price, dem Arbeitgeber: "Damit muss man rechnen."

Die Arbeit dreht sich um das Herausreißen von kleinen vergammelten Wassermelonenpflanzen, da diese vom Schimmel befallen sind und das neue Einpflanzen von Samen. Das heißt: an der Plane vorbeirutschen, Loch in die Plane bohren, Loch weiten, Handvoll Erde reinschufeln, Festdrücken, Pflanzloch reindrücken, Handvoll Erde daneben legen, weiterrutschen. Nebenbei wird gesäät und die Abdeckplane zurechtgemacht. (Wem das anfangs sexistisch vorkam, sollte seine Gedankengänge medizinisch prüfen lassen. Wir haben jedenfalls immer nur ein Thema gehabt. Ich bin immer noch sauer, dass Martin, ein Engländer nicht in meinem Auto schlafen wollte, Paul stattdessen jede Nacht um sein Zelt schlich mit einer Tube Gleitcreme in der Hand. Und ich bin mir sicher, dass die Campbetreuerin, eine ältere Dame sich in erotische Chats nebenan vertieft...die geht immer mit einem GRINSEN im Gesicht von ihrem Laptop weg... Wer hier jetzt einen Ernst gefunden hat, darf ihn gerne behalten.)

Martin hatte dann noch einmal mit Price geredet und ich kann in einer Woche hier mit Paul weiterarbeiten. Neue Pflanzen warten. Paul kann morgen schon wieder zwei Tage schuften. Trekkerfahrn! Im Austausch habe ich Martin Knorkator vorgespielt, der fährt da voll drauf ab, dann war meine Autobatterie alle, wir wollten Jumpstarten...und ham die Pole vertauscht. Sicherung im Arsch. Dann haben wir meine Karre zur Straße geschoben (einer, Chris genannt, ein Bayer ist vorher lachend abgehauen, der macht hier sowieso nur Probleme, aber das soll Paul mal später erklären, ich hab grad keine Lust. Naja der kriegt halt kein Freibier für die Hilfe) und den AA angerufen.

Somit hatten wir etwas frei und haben uns Rotorua wegen seiner Geothermischen Aktivität angesehen. Zuerst mussten wir uns mit einer mit ihrem Job nicht zufriedenen Informationsdame streiten. Wir wollten die Maori-Culture-Show sehen, Hells Gate und einen Geysir. Ich hatte allerdings gehört, dass der eine von zwei Geysiren arschlos ist, da da ein Stück Seife reingehauen wird und es blubbert. Hat lange gedauert, bis wir unsere richtigen Tickets hatten. DÄMLICHERWEISE hatte ich meine Camera in Huntly vergessen (ich hab sie jetzt wieder), somit gibt es nur Videoaufnahmen von Pauls Fotoapparat.

Zuerst also die Maori Show. Sehr schön gemacht, mit Bergüßungszeremonie, Haka, Tänzen und original Hangi-Essen. Im Bus mussten wir "Te Waka! - Hi!!!" ("Das ganze Kanu zugleich!!!" - oder ähnlich) schreien - typisch touristich (ich werde jetzt immer Pauls Van anfeuern, wenn er nicht aus dem Knick kommt). Danach sahen wir uns in der Stadt um. es stinkt fürchterlich nach faulen Eiern, wegen den Sulphaten, der Lake Rotorua sieht ungesund milchig aus und wird von Möwen besetzt, die saufen die Brühe auch noch und scheinen die ganze Nacht (wir haben im Auto nebenan gepennt) unter Drogen gewesen zu sein. Am nächsten Tag (gestern) gings auf nach Hells Gate, einem Ort mit noch mehr stinkenden qualmenden, kochenden Tümpeln und zum Geysir. Hier sind sehr schöne Aufnahmen gelungen und ich beiß mir immer noch in den Arsch, meine Cam vergessen zu ham. Abends dann wieder zurück nach Hamilton ins Kino. Es dürfte klar sein, was sich Paul dort angesehen hat, ich hab mir "Surrogates" reingezogen. Dann wieder hierher nach Huntly und schon ist heute^^

Puh..das war ja mal enorm viel...jetzt warten wir noch verzweifelt auf die Wäsche, haben aber leider kein Kleingeld für die Maschinen (HIER WIRD VERDAMMT NOCHMAL SCHON WIEDER NUR KALT GEWASCHEN!!!) und die Betreuerin ist grad wie vom Erdboden verschluckt...wahrscheinlich auf der Damentoilette wieder im Chat unterwegs...

Und dann gehts auf nach Raglan, der Surfhochburg.

Und aus.

2 Kommentare:

  1. Pierre, stell mal die Deutschland-Zeit auf Winterzeit um ;)
    LG Fjusch

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  2. ma wieder n paar grüße von der nici, die dich ganz dolle vermisst!!!

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