17:58 Waitomo Caves, gleiche Internettaverne, 02.10.09
Gestern kurz nach Mittag fuhr ich also wieder Richtung Hamilton und war noch in Awamatu einkaufen und tanken. Gleich zu Beginn der pfffff nennen wir es mal Stadt - stand ein Schild:"Engine breaks prohibited in Awamatu!" Diese ironischen Dinger trifft man hier ueberall an. Es besagt aber, dass Lkws hier nicht mit dem Motor bremsen koennen, indem sie in einen niedrigen Gang schalten. Beim Einkauf sah ich: Zwoelferpack Tui-Bier 15.99$! Hui! Billig! Da schlag ich zu. Daneben: Export Gold, auch ein leckeres Bierchen 15er Pack 15.99$! Ja das nehm ich doch auch gleich mit! An der Kasse durfte ich dann doch noch etwas mehr bezahlen, naemlich 26 Dollar fuer eine Packung!!! Paul und ich fragen uns jetzt immer mehr, ob es hier irgendwelche versteckte kleine Schilderchen gibt, die nochmal eine Summe draufhauen! Danach hatte ich Paul angerufen, welcher sehr gestresst mitteilte, dass er immer noch in Cambridge gefangen ist. Also fuhr ich dorthin und wir trafen uns, sassen auf einer Bank und fluchten. Paul hatte den Wagen reparieren lassen (fuer 70$ die Stunde, und die haben angeblich den ganzen Nachmittag und Morgen damit verbracht...), danach ueberhitzte die Muehle immer noch! Ein Mann in Weiss kam auf einmal wie aus dem Nichts auf uns zu, sagte "Giuten Moargen!" und fragte uns etwas aus, Paul wiederholte die Geschichte. Der Mann empfahl uns, zum "Citizen Advise" zu gehen. Eine Organisation, die Menschen mit irgendwelchen Rechtsfragen und allgemein anderen Fragen ueberhaupt aushelfen.
Davon haette uns IEP mal was erzaehlen koennen!
Folglich tranken wir abends etwas Bier und gingen am naechstem Morgen gleich mal dorthin. Von der Freundlichkeit wird man ueberwaeltigt!!! Zwei nette Omis taten wirklich alles, was in ihrer Macht stand, hoerten uns zu, dass Paul bis hierher von jedem Mechaniker und dem Haendler betrogen wurde (Die Details kann euch Paul sicher besser erlaeutern), sahen selber ein, dass sowas unmoeglich ist und taetigten mehrere Anrufe. Danach der Clou (nach Guiten Moargen-Gott persoenlich auf der Strasse wahrscheinlich Jesus): Margarete rief ihren Schwiegersohn, einen Finanzberater an, der sich ja viel mit Geschaeft auskennt. Und der kam auch gleich mal vorbei, hiess Steven, fuehrte so ungefaehr drei Stunden Telefonate und klaerte dabei viel auf:
Pauls altes Schlitzohr, der tschechische Haendler namens Martin Aschenbrenner gehoehrt, so steht es auf Pauls Bescheinigungen und auch im VIR, dem Legalitaetscheck, einer Handelskompanie namens "Good value Cars". FALSCH! John, der Eigentuemer der Firma kennt Martin nur, quasi war es ein Privatverkauf ohne Gesetz. Dieses besagt naemlich, dass man nur Vehikel verkaufen kann, die auch funktionieren!!!
Mist!
Martin ist auch kein registrierter Haendler, wie John. Keine Registrierung und du bist fuer alles verantwortlich, solange die Karre noch faehig ist, aus dem Fuhrpark rauszurollen. (Jetzt verstehen wir auch, warum Martin uns so "freundlich" mit einer Ersatzbatterie aushalf)
Steven lud uns dann zum Lunch ein (!!!!!!) und zeigte Paul mehrere Moeglichkeiten. Er koennte Andrew anrufen, einen Verwandten seiner Familie, der gerade in einer Werkstatt in Hamilton als Lehrling arbeitet. Diese suchen Autos, an denen die Lehrlinge rumschrauben koennen. Die Reperatur waere umsonst, wenn Steven ihn anruft, Paul muesste nur fuer die Ersatzteile aufkommen.
Dann rief unser Held mehrere Werkstaette an, die Autos verkaufen, zwei Angebote waren dabei. Paul musste aber noch seinen Van des Vertauens loswerden. Steve schaute uns an.
Option drei: Er kauft den Van Paul fuer 2000$ ab (direkt das, was Paul vorgeschlagen hatte), gibt ihm das Geld sofort und Paul koennte sich ein neues Auto kaufen.
Handschlag.
Wir gingen zur Post (die ist hier dafuer zustaendig), klaerten den Verkauf ab. Steve zeigte uns noch mehrere Werkstaette und einen Van, der unter den neuen Angeboten war, ich buchte gleich noch einen Termin, wann uch meine Lautsprecher einbauen lasse und parkten den Van bei Stevens Haus. Der brauch aber noch bis naechste Woche, um eine Moeglichkeit zu finden, Martin zu verknacken.
Jetzt haben wir alles in mein Auto umgeraeumt und da Paul noch keine Gluehwuermer gesehen hat, sind wir wieder hier. Unterwegs hierher haben wir noch ueberlegt, dass der Mann in Weiss Bestandteil einer hoeheren Macht ist, weil ich beim Abendessen vorher noch gesagt hatte:"Pass auf, Paul, bald kommt Gott vorbei, sagt "Hey, Teufel, lass den armen Jungen mal in Ruhe!" und hilft dir aus der Patsche."....Selten habe ich auch mal Recht...
Unsere umwerfenden Bilder
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Na wenigstens scheint mal ein wenig gut zu gehen ^^
AntwortenLöschenWieviel hattest du "damals" für dein Auto bezahlt gehabt, Paul, wenn du jetzt 2000$ bekommen hast?